IN DUISBURG
EXPANSION SONORE findet vom 17. Mai bis zum 1. Juni in der Innenstadt Duisburgs statt und ist rund um die Uhr zugänglich. Um die Hörstücke downloaden und anhören zu können, werden ein bluetoothfähiges Mobiltelefon und idealerweise Kopfhörer benötigt.
Mehr zur Funktionsweise
Nachdem EXPANSION SONORE im Herbst des letzten Jahres in Basel realisiert wurde, haben nun île flottante | Nica Giuliani & Andrea Gsell mit einer Weiterentwicklung von EXPANSION SONORE den zweiten Preis des Wettbewerbs Paradoxien des Öffentlichen, der von der Stadt Duisburg im Zusammenhang mit RUHR.2010 Kulturhauptstadt Europa ausgeschrieben wurde, erhalten. EXPANSION SONORE wird nun im Rahmen der Duisburger Akzente gezeigt.
Mehr zum Wettbewerb «Paradoxien des Öffentlichen»
Mehr zu den «Duisburger Akzenten»
Für einige Wochen schmiegen sich in der Duisburger Innenstadt polygonale Gebilde, so genannte «expansion», an die Fassaden von Gebäuden. Im Inneren der Gebilde stecken Computer, die Klangdateien mittels Bluetooth-Technologie drahtlos übermitteln. Es sind Schnittstellen, über die Geschichten aus den Innenwelten der Gebäude nach außen dringen. PassantInnen können MP3-Files auf ihre Handys laden und so die Häuser zum Sprechen bringen. Erzählt wird – in mehreren Episoden, die über die Dauer der Intervention verteilt downloadbar sind – hörspielartig von fiktiven BewohnerInnen der Häuser, an denen die «expansion» hängen.
ProtagonistInnen der Hörstücke sind eine junge Frau und ein junger Mann, die im gleichen Quartier wohnen. Über die Soundfiles der dritten «expansion» treten die beide Künstlerinnen von île flottante in ihrer Rolle als Beobachterinnen in Erscheinung. Die Ambivalenz des Beobachtens zwischen menschlichem Ur-Interesse, Analyse, Voyeurismus und Einmischung wird in dieser Selbstfiktionalisierung der eigenen Rolle ausgestellt.